Seien Sie auf das südliche Hinterland vorbereitet.
Wie man die rote Felsenwüste und andere abgelegene Reiseziele im Süden sicher genießen kann
„Kommt in unsere Wildnis, aber seid bereit, auf Entbehrungen zu verzichten.“ Diese Worte stammen von Bates Wilson, der …Canyonlands National ParkDie Namen des ersten Parkleiters im Jahr 1964 sind auf den heutigen Parkbroschüren abgedruckt und gelten auch für die heutigen Besucher.
Das Erkunden der roten Felslandschaft von Utah ist ein lohnendes Unterfangen für erfahrene und gut vorbereitete Abenteurer. Doch die Bereitschaft, auf einfache Bedingungen zu verzichten, ist unerlässlich, egal ob man eine Wanderung, eine Rucksacktour oder ein Geländewagenabenteuer plant.
Schilder können Ihnen Sicherheits- und historische Informationen vermitteln.
Foto: Sandra Salvas
Kryptobiotischer Boden des roten Felsgebiets von Utah.
Foto: Sandra Salvas
„Stellen Sie sicher, dass die Leute wissen, wohin Sie gehen“, rät Dave Nimkin, leitender Regionaldirektor der National Parks Conservation Association für den Südwesten der USA. „Ich denke, dass Menschen, die die Gegend nicht kennen, manchmal etwas sorglos an die Sache herangehen, aber die Bedingungen können ihnen zusetzen.“
Hier sind ein paar Dinge, die Sie beachten sollten, wenn Sie im Hinterland von Canyonlands oder in einer der zerklüfteten, roten Felslandschaften im Süden von Utah unterwegs sind:
- Bevor Sie Ihre Erkundungstour beginnen, sollten Sie in einer Rangerstation oder einem Besucherzentrum vorbeischauen, um aktuelle Informationen, Sicherheitstipps und Ratschläge zu erhalten.
- Bitten Sie einen Ranger, Ihnen bei der Auswahl einer Route zu helfen, die Ihren Fähigkeiten und Interessen entspricht, und die notwendigen Genehmigungen auszustellen. Er kann Ihnen möglicherweise auch wichtige lokale Informationen geben, beispielsweise dass die Straße, die Sie mit einem Pkw befahren wollten, nur für geländegängige Fahrzeuge mit hoher Bodenfreiheit geeignet oder aufgrund von Treibsand unpassierbar ist.
- In diesem rauen Land ist Selbstversorgung unerlässlich. Bereiten Sie sich daher mit Nahrungsmitteln, Wasser, Schutz vor den Elementen, Navigationsinstrumenten wie Karte und Kompass, Taschenlampen, Erste-Hilfe-Ausrüstung und anderen wichtigen Gegenständen vor.
- Die Nationalparks im südlichen Utah empfehlen Besuchern, täglich mindestens vier Liter Wasser zu trinken und ausreichend Wasser mitzubringen, da es in der Wildnis schwierig oder gar unmöglich sein kann, Wasser zu finden. Sie raten Besuchern außerdem, während ihrer Reise genügend Proviant, einschließlich salziger Snacks, zu sich zu nehmen.
- Wer auf Allradstrecken unterwegs ist, sollte über eine vollständige Notfallausrüstung verfügen und deren Bedienung beherrschen. Der Nationalpark empfiehlt, in abgelegenen Gebieten ein zweites Fahrzeug mitzuführen und auf eine Selbstrettung vorbereitet zu sein.
- Teilen Sie jemandem Ihre Reiseroute und Ihre voraussichtliche Rückkehrzeit mit. Informieren Sie sich über die Kontaktdaten der Such- und Rettungsdienste und führen Sie ein Ortungsgerät mit. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie die lokalen Such- und Rettungsteams von Utah unterstützen können.Utah Such- und RettungshilfekarteDie
Wandertipps und Verhaltensregeln auf Wanderwegen
Wandern in Canyonlands und anderen abgelegenen Gebieten unterscheidet sich deutlich von Wanderungen in vielen anderen Regionen. Anstelle gut ausgebauter Feldwege sind die Pfade meist unwegsam und nur durch Steinhaufen, sogenannte Cairns, markiert. Der Untergrund kann tückisch sein, da glatte Felsen und Klippen bei Nässe oder Eis besonders gefährlich werden. Viele Wege erfordern Kletterpartien und das Überwinden von Leitern.
Für Erkundungen in dieser Region sind gute Navigationskenntnisse sowie Karte und Kompass unerlässlich, selbst wenn man zusätzlich ein GPS-Gerät dabei hat. Der Park rät dringend davon ab, alleine zu wandern.
Bleiben Sie auf den markierten Wegen und Pfaden, um sich nicht zu verirren und die lebenden Bodenkrusten zu schützen. Gehen Sie auf den Wegen, in Bachbetten und auf freiliegendem Fels, um diese empfindlichen Böden nicht zu beschädigen. Zelten Sie nur in ausgewiesenen Bereichen, mindestens 90 Meter von Gewässern entfernt, und beachten Sie alle Regeln, insbesondere das Mitnehmen Ihres Mülls und das Verbot, Artefakte aus der Landschaft zu entfernen.
Jeder Wüstenforscher sollte sich der zahlreichen kulturell bedeutenden archäologischen Stätten in der Region bewusst sein. Bitte achten Sie darauf, alle Bauwerke, Artefakte und historischen Stätten unberührt zu lassen und niemals Felszeichnungen oder Piktogramme zu berühren.
„Behandeln Sie diesen Ort mit Respekt, denn die positiven Erlebnisse, die Sie hier persönlich erfahren, sind von entscheidender Bedeutung, damit auch andere Besucher diese Erfahrung machen können“, sagt Nimkin. „Wir alle tragen aus verschiedenen Gründen die persönliche Verantwortung, diese Orte zu achten und zu respektieren.“
Wetter prüfen
Wie auch immer Sie die Gegend erkunden möchten, achten Sie auf die Wetterbedingungen. Im Sommer können die Temperaturen leicht 38 Grad Celsius erreichen, im Winter hingegen auf -18 Grad Celsius fallen. Die Sonne ist stark, daher sind Sonnenschutzmittel und ein Hut unerlässlich. Der Nationalpark empfiehlt, mindestens vier Liter Trinkwasser pro Person und Tag mitzubringen.
Spätsommer und Frühherbst gelten als Monsunzeit und bringen gefährliche Gewitter und heftige Regenfälle mit sich. In dieser Zeit kommt es häufig zu Sturzfluten, und ausgetrocknete Flussbetten können sich innerhalb von Sekunden in reißende und lebensgefährliche Ströme verwandeln. Betreten Sie niemals ein überschwemmtes Gebiet und zelten Sie niemals in einem ausgetrockneten Flussbett, selbst wenn es trocken ist.
Blitze stellen eine weitere Gefahr dar. Am sichersten ist man in einem Gebäude, aber wenn das nicht möglich ist, ist ein Fahrzeug mit geschlossenen Fenstern die zweitbeste Option.