Fahrradabenteuer für die ganze Familie
Mit dem Fahrrad in die entlegensten Winkel Utahs zu fahren ist eine großartige Möglichkeit, den Bundesstaat zu erkunden, erfordert aber eine andere Planung als eine Autofahrt. Hier sind einige Tipps für eine genussvolle, sichere und unvergessliche Tour.
Eine Radtour in die entlegensten Winkel Utahs ist eine großartige Möglichkeit, den Bundesstaat zu erkunden, erfordert aber eine andere Planung als eine Autofahrt. Hier sind einige Tipps für eine genussvolle, sichere und unvergessliche Tour.
Routenplanung
Ihre erste Entscheidung betrifft Ihr Reiseziel. Und das hängt davon ab, welche Art von Erfahrung Sie sich wünschen. Träumen Sie von der erhabenen Ruhe einer einsamen Wildnis? Oder reizt Sie eher die Reise von Stadt zu Stadt? Oder bevorzugen Sie die sichere Variante?Die mächtigen Fünf®Oder möchten Sie lieber eine weniger bekannte Ecke des Bundesstaates erkunden? Wollen Sie von A nach B fahren oder eine Rundtour unternehmen? Wollen Sie sich an 160-Kilometer-Tagen verausgaben und dafür auf einige Sehenswürdigkeiten verzichten? Oder lieber gemütlich acht Kilometer mit viel Freizeit zurücklegen? Abenteuerliches Radfahren ist in all diese Richtungen möglich, und eine ideale Reiseroute vereint all diese Aspekte. Unabhängig davon gelten für Radreisen zwei gute Faustregeln: 1) Planen Sie die Tagesetappen lieber etwas länger ein, um genügend Zeit für Abstecher, Umwege und unerwartete Herausforderungen einzuplanen, und 2) informieren Sie sich über die Straßen oder Wege, die Sie befahren werden, und wählen Sie eine Route, auf der Sie und Ihre Gruppe sich rundum wohl und sicher fühlen.
Ihre Sachen tragen
Die größte logistische Herausforderung beim Abenteuer-Radfahren besteht darin, Kleidung, Verpflegung und Ausrüstung zu transportieren – sowie all die anderen Dinge, die man sonst achtlos in den Kofferraum wirft. Beim Packen für Abenteuer-Radtouren ist daher etwas mehr Überlegung gefragt.
Eine Möglichkeit ist die organisierte Fahrt mit einem Begleitfahrzeug, das die Ausrüstung der Gruppe transportiert und von einer nicht mitfahrenden Person oder einem wechselnden Gruppenmitglied gefahren werden kann. Die Vorteile dieses Systems sind: 1) Man kann unbeschwert fahren und 2) es gibt ein Ersatzfahrzeug, falls Fahrer verletzt oder krank werden. Der Nachteil ist, dass man sich um das Fahren und Parken kümmern muss, obwohl man ja gerade mit leichtem Gepäck reisen möchte.
Für autarke Radfahrer empfiehlt es sich, die Ausrüstung in speziellen Packtaschen, sogenannten Fahrradtaschen, zu transportieren, die am Fahrrad befestigt werden. Packtaschen lassen sich in der Regel am Gepäckträger hinten, vorne und/oder am Lenker montieren und bieten ausreichend Platz für die Ausrüstung einer kompletten Campingtour. Wer noch mehr Stauraum benötigt, kann einen Fahrradanhänger anhängen.
Unterkünfte
Einer der schönsten Momente beim Abenteuer-Radfahren ist die Zeit, in der man endlich eine Pause einlegt. Wählen Sie sorgfältig den perfekten Ort, um nach einem erlebnisreichen Tag zu entspannen und Ihr Lieblingsgetränk zu genießen. Die wichtigste Entscheidung ist, ob Sie in einer Unterkunft übernachten oder unter freiem Himmel zelten. Falls Sie sich für eine Unterkunft entscheiden, achten Sie darauf, dass Ihr Fahrrad im Zimmer oder anderswo abgestellt werden kann. In Utah gibt es ohnehin kaum eine Ausrede, eine Unterkunft ohne spektakuläre Aussicht zu wählen.
Fahrradwartung und -reparatur
Der Unterschied zwischen Auto- und Fahrradreisen liegt darin, dass man bei einer Autopanne den Abschleppdienst ruft. Bei einer Fahrradpanne repariert man das Fahrrad in der Regel selbst. Informieren Sie sich über die häufigsten Pannen und seien Sie darauf vorbereitet, diese zu beheben. Dazu gehören platte Reifen, gebrochene Speichen und gerissene Ketten – all das lässt sich unterwegs mit einfachem Werkzeug und Proviant leicht reparieren, sodass Sie Ihre Reise schnell fortsetzen können. Es empfiehlt sich außerdem, Ihr Fahrrad vor der Abreise einer grundlegenden Wartung zu unterziehen.
Radfahren mit Kindern
Eine weitere Herausforderung ergibt sich, wenn man mit kleinen Kindern eine Abenteuer-Radtour unternimmt. Zwar verdoppelt die Planung der notwendigen Hilfe und der Notfallpläne für das unberechenbare Temperament der Kinder den Vorbereitungsaufwand, doch ist es durchaus möglich, die Kleinen mitzunehmen. Radtouren mit Kindern bieten im Gegenteil viele schöne Erlebnisse. (Weiterlesen:Warum Ihre Kinder eine Reise nach Utah brauchen)
Je nach Alter und Können des Kindes kann es Spaß machen, es – sofern es sicher und komfortabel ist – Teilstrecken der Fahrt selbst fahren zu lassen. Es ist jedoch wichtig, dass die Kinder mitfahren können, wenn sie müde werden und etwas Unterstützung benötigen. Hierfür eignen sich beispielsweise ein Fahrradanhänger, ein Nachziehfahrrad oder der bereits erwähnte Bollerwagen.
Am wichtigsten ist jedoch, dass diese Touren ein schönes und positives Erlebnis werden. Ob man nun die geplante Kilometerzahl halbiert, die Lieblingssnacks einpackt, für Pausen an Spielplätzen bereit ist oder – man höre und staune – ein iPad griffbereit hat: Tun Sie alles, damit alle zufrieden sind und die Aktivität in positiver Erinnerung bleibt. Genau das brauchen wir alle auf unserem Radabenteuer.