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Capitol Reef Nationalpark

Unendliche Landschaften voller Riffs, Felsformationen und unberührter Wüste, durchzogen von einer gigantischen Falte in der Erde - das ist der beeindruckende Capitol Reef Nationalpark.

Der Capitol Reef Nationalpark 

Unendliche Landschaften voller Riffs, Felsformationen und unberührter Wüste, durchzogen von einer gigantischen Falte in der Erde - das ist der beeindruckende Capitol Reef Nationalpark. Der etwa 980 Quadratkilometer große Park besteht aus farbigen Klippen, versteckten Bögen und tiefen Schluchten. Im Gegensatz zum Bryce Canyon oder Zion gilt der Capitol Reef eher als Geheimtipp unter “The Mighty 5®” Nationalparks in Utah. Durch die weniger überlaufenen Canyons eignet er sich ideal für entspannte Wanderungen, romantische Campingausflüge und Fahrradtouren. 

Die Hauptattraktion des Parks ist die riesige Waterpocket Fold: eine geologische Falte oder auch ein Knick in der Erdoberfläche. Vor Millionen von Jahren entstand die einem Riff ähnelnde Formation durch Erosion. Sie zieht sich bis heute über eine Länge von rund 160 Kilometern. So setzt sich auch der Name des Nationalparks zusammen: die weißen, Dom förmigen Gipfel erinnerten die Siedler an das Kapitol - das Regierungsgebäude der USA. Zusammen mit den charakteristischen Riffs im Park entstand der Name „Capitol Reef“. 

Der Nationalpark ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Die Temperaturen in den Wüstenregionen liegen tagsüber im Sommer zwischen 20° und 30°C und zwischen November und März wird es selten wärmer als 10°C. Nachts kann es deutlich kälter werden. Im Frühjahr und Sommer eignen sich die verhältnismäßig angenehmen Temperaturen perfekt für Wanderungen, im Winter kann man hingegen die schneebedeckte Landschaft genießen. 

 

Capitol Reef Scenic Drive

In vielen Gegenden sind lange Wanderungen in der unberührten Natur ein Muss, um sich beliebte Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Im Capitol Reef hingegen hat man auch vom Auto aus eine atemberaubende Aussicht. Somit eignet sich der Scenic Drive perfekt für einen Roadtrip, wenn man nur einen kurzen Aufenthalt im Capitol Reef eingeplant hat. Die malerische, etwa 40 Kilometer lange Strecke führt an vielen Orten vorbei, von denen man eine gute Sicht auf die Landschaft des Parks hat. Vom Scenic Drive aus erreicht man außerdem leicht die Trails zum Grand Wash, einer berühmten Schlucht in der Waterpocket Fold, und den versteckten Cassidy Arch. Besonders empfehlenswert: ein Halt am Panorama Point oder Goosenecks Overlook am westlichen Ende des Parks - hier haben Sie die perfekte Sicht auf die roten Felsformationen.

 

Die Wanderung zur Hickman Natural Bridge

Nur drei Kilometer östlich des Besucherzentrums beginnt der weniger stark besuchte Wanderweg zur Hickman Natural Bridge - einer etwa 40 Meter hohen natürlichen Brücke. Die Wanderung ist leicht bis mäßig schwer, etwa drei Kilometer lang und dauert insgesamt rund anderthalb Stunden. Von hier aus hat man eine gute Sicht auf die historischen Ruinen der Fremont Indianer und die charakteristischen weißen Sandsteingipfel.

 

Obsternte in Fruita

Der Capitol Reef zeichnet sich nicht nur durch seine Felsformationen und seine wüstenartige Landschaft aus, sondern auch durch seine leckeren Früchte: Die frühen Siedler, die um 1880 nach Utah kamen, legten zahlreiche Obstgärten an, um sich ihren Lebensunterhalt zu sichern. Im Jahr 1969 zogen die letzten Bewohner aus Fruita weg, doch die Obstplantagen werden bis heute erhalten. Sie befinden sich nur etwa zwei bis drei Kilometer entfernt vom Besucherzentrum des Parks. Mehr als 3000 Obstbäume befinden sich in den Gärten. Darunter unter anderem Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche, Birnen, Maulbeeren, Pflaumen und Mandeln. Der National Park Service kümmert sich um den Erhalt und Schutz der wertvollen Obstgärten. Das Beste daran: Man darf die leckeren Früchte selber ernten und mitnehmen. 

Achten Sie auf die “Open for Picking” Kennzeichnung um sicherzugehen, dass Sie das reife Obst pflücken dürfen. Besucher, die in den Plantagen einfach spazieren gehen und sich die historischen Bäume anschauen wollen, sind zu jeder Zeit willkommen. Mehr Infos zur Blüte- und Erntezeit finden Sie hier https://www.nps.gov/care/learn/historyculture/orchardscms.htm.

Ein weiterer leckerer Geheimtipp: Im historischen Gifford Homestead Farmhouse in Fruita gibt es selbstgemachte Fruit Pies zu kaufen. Diese haben eine herrliche Füllung, welche aus den heimischen Früchten hergestellt wird. Den leckeren Fruit Pie kann man bei gutem Wetter draußen in der Sonne auf den aufgestellten Picknick Bänken genießen und dabei die einzigartige Landschaft beobachten.

 

Capitol Gorge & Pioneer Register

Die Capitol Gorge ist eine tiefe, enge Schlucht in der Waterpocket Fold, die bis zum Bau des Highway 24 im Jahr 1962 als Hauptverkehrsader in der Region galt. Man erreicht den unbefestigten Weg vom Scenic Drive aus. Allerdings ist die Straße sehr eng und daher nur für kleine Fahrzeuge geeignet, nicht für breite Geländewagen. Der Weg endet an einem schmalen Durchgang zwischen hohen Klippen. Eine kurze, etwa 1,5 Kilometer lange Wanderung führt hinein in die Schlucht und zu einer Felswand, die als Pioneer Register bezeichnet wird. Dort stehen die Namen von Siedlern, Minenarbeitern und anderen Abenteurern, die ab 1871 ihren Weg durch die Schlucht gefunden haben. Bei heftigen Regenfällen kam es oft zu Sturzfluten, sodass die Pioniere die Strecke immer wieder von Geröll befreien mussten, um den engen Pass zu erhalten. 

 

Cathedral Valley

Ein weiteres Highlight im Capitol Reef Nationalpark sind die atemberaubenden Felsen im Cathedral Valley. Auf dem Cathedral Valley Scenic Backway, einer rund 90 Kilometer langen Strecke durch die Wüste, kann man die beiden Hauptattraktionen „Temple of the Sun“ und „Temple of the Moon“ bestaunen. Für diesen Trip durch die Wüste Utahs gilt, wie für alle anderen auch, dass man sich vorher über die Wetterbedingungen informieren und einen Geländewagen nutzen sollte. Bei starken Regenfällen kann es sein, dass die Strecke nicht passierbar ist. 

 

Übernachten & Camping

Im Nationalpark gibt es keine Restaurants oder Lodges, dafür aber zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in den umliegenden Städten wie Torrey. Dort befindet sich zum Beispiel das luxuriöse Capitol Reef Resort, in dem man unter anderem in glamourösen Zelten übernachten kann, oder das gemütliche Noor Hotel. 

Naturliebhaber finden ihr Glück auf einem der beliebten Campingplätze: Der Fruita Campground liegt nur 1,5 Kilometer südlich vom Besucherzentrum direkt in der Nähe der historischen Obstgärten und bietet 71 Plätze an. Kosten: ca. 20 Dollar pro Nacht. 

Der rustikale Cathedral Valley Campground verfügt über sechs Plätze und er eignet sich gut zum Zelten - dafür gibt es hier kein Trinkwasser. Der etwas kleinere Cedar Mesa Campground bietet eine exzellente Aussicht auf den Red Canyon und fünf Plätze. Auf beiden Campingplätzen ist die Übernachtung kostenlos. 



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