Art des Wanderwegs:Selbstgeführte Naturwanderung.
Distanz:0,25 Meilen
Höhenänderung:Keiner
Wanderzeit:15 Minuten bis 1 Stunde
Karten:Broschüre der Intermountain Natural History Association, erhältlich in der Box am Wanderweg
Schwierigkeit:Sehr einfach
Ausgangspunkt:Der Wanderweg beginnt südlich des Parkplatzes des Besucherzentrums, der ersten Abzweigung rechts nach der Einfahrt in den Harpers Corner Scenic Drive. Von Jensen, Utah, fahren Sie 40 Kilometer (25 Meilen) auf dem US Highway 40 Richtung Osten nach Colorado. Sie sehen dann das Schild zum Dinosaur Monument Headquarters and Visitor Center. Biegen Sie hier links vom US Highway 40 ab. Das Besucherzentrum und der Wanderweg befinden sich kurz darauf auf der rechten Seite des Harpers Corner Scenic Drive.
Wer den Cold Desert Trail an einem Julitag erkundet, mag den Namen dieses nur 400 Meter langen Pfades vielleicht nicht ganz nachvollziehen können. „Kalte Wüste“ ist jedoch durchaus treffend. Der Pfad liegt auf einer Höhe von etwa 1800 Metern, während das National Monument selbst in nördlicheren Breiten liegt. Daher ist die Bezeichnung „kalt“ durchaus angebracht. Aber auch die Bezeichnung „Wüste“ trifft zu. Der Pfad verläuft im Lee der Wasatchkette und erhält nur sehr wenig Niederschlag.
Wie passt sich das Leben solchen Extremen an? Diese Wanderung hilft, das unter anderem zu verstehen. Doch sie bietet noch mehr. Aufgrund einer Sturzflut im Jahr 1999 vermittelt sie Einblicke in die Auswirkungen plötzlicher und heftiger Wassermassen in einem Gebiet, das normalerweise nur 15 bis 20 Zentimeter Regen im ganzen Jahr erhält.
Die Überschwemmung ereignete sich am Nachmittag des 31. Juli 1999, als ein Gewitter innerhalb von weniger als 20 Minuten 12,7 mm Regen brachte. In wenigen Minuten wirbelten Millionen Liter Wasser um Bäume, schoben Felsen beiseite und füllten Erdlöcher. Doch wie eine Parkbroschüre betont, sehen manche die Überschwemmung zwar als Katastrophe, andere hingegen als einen natürlichen Prozess.
Die wohl bedeutendste Veränderung ist der Rückgang der Präriehundpopulation, die hier einst weit verbreitet war. Präriehunde sind für andere Wildtierarten von zentraler Bedeutung, und ohne sie sind diese Arten stark gefährdet. Kaninchenkäuze, Klapperschlangen, Bergregenpfeifer, Bisons und Kojoten sind – oder waren, wie im Fall der Bisons, abhängig – in vielerlei Hinsicht auf den Präriehund angewiesen.