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Historische Stätte Bluff Fort

Bluff Fort | Rosie Serago
  • Wetter:Geringe Regenwahrscheinlichkeit, 40°F

Im Jahr 1880 machten sich Mormonenpioniere auf die Suche nach einem geeigneten Ort, um am San Juan River eine Mission zu gründen. Das Gebiet galt als Zufluchtsort für Gesetzlose. Die Mormonenführer glaubten, die Mission würde dazu beitragen, Recht und Ordnung wiederherzustellen, freundschaftliche Beziehungen zu den Ureinwohnern zu pflegen und einen sicheren Zufluchtsort für die Siedler des Staates zu schaffen.

Für Reisende auf längeren Fahrten durch Süd-Utah sei angemerkt: Sie befinden sich an einem abgelegenen Punkt auf einer Karte, der von Gemeindevorstehern für die Besiedlung rund 420 Kilometer entfernt ausgewählt wurde. Die Fahrt dorthin dauert heute einige Stunden und führt über eine malerische, asphaltierte Straße und ein modernes Meisterwerk der Brückenbaukunst über den Lake Powell.

Damals? Wochen wurden zu Monaten. Es gab Sandsteinsprengungen. Einen harten Winter. Eine Auszeit in Bluff war wohlverdient.

Hier die ganze Geschichte: Siebzig Familien mit insgesamt 250 Männern, Frauen und Kindern verließen die Gemeinde Escalante, um sich in Bluff niederzulassen. Sie trotzten den harten Wintern und der gefährlichen Reise über Land und schufen den heute berühmten Hole-in-the-Rock-Trail. Die Pioniere rechneten mit einer Strecke von 125 Meilen und einer Dauer von nur sechs Wochen. Stattdessen benötigten sie allein sechs Wochen, um einen beeindruckenden Pfad (Hole-in-the-Rock) in die Felsen zu sprengen und so einen sicheren Durchgang über einen tückischen, 1.200 Fuß tiefen Abgrund zu schaffen. Die Reise verlängerte sich dadurch auf 260 Meilen. Zwischen dieser Etappe und der Überquerung des Comb Ridge war diese Reise, gelinde gesagt, äußerst beschwerlich für die Reisenden.

Die Pioniere hielten durch, und die gefahrvolle Expedition führte zur Gründung einer Siedlung um Bluff Fort. Das Leben war nicht einfach für diese Siedler – die nahegelegenenSan Juan FlussDas Wetter erwies sich als wild und unberechenbar, und Landwirtschaft war in dem trockenen Klima eine Herausforderung. Schließlich zogen die meisten der ursprünglichen Familien in die nahegelegenen Städte Monticello und Blanding. Glücklicherweise ist die reiche Geschichte der Stadt heute noch an der historischen Stätte Bluff Fort zu sehen. (Weiterlesen:Wie man den Pioniertag feiert)

Bei einem Besuch dieser Gegend bekommen Sie einen authentischen Eindruck vom Leben der Pioniere. Sie können das ursprüngliche Bluff Fort besichtigen, das dank der Bemühungen der örtlichen Stiftung „Hole in the Rock Foundation“ wiederaufgebaut und restauriert wurde. Im Fort erfahren Sie mehr über die Reisen und Erlebnisse dieser unerschrockenen Pioniere, die beeindruckende Ingenieursleistung beim Bau des Weges und das frühe Leben in der Wüste im Südosten Utahs.

Eine der ursprünglichen Hütten ist erhalten geblieben, und Nachbauten weiterer kleiner Hütten, eines Versammlungshauses und einer Kooperative geben Einblicke in das Leben am San Juan River in den 1880er Jahren. Der 2013 fertiggestellte Nachbau der Kooperative dient heute als Besucherzentrum und Souvenirladen. Bluff Fort beherbergt außerdem einen Navajo Hogan und ein Ute-Tipi sowie Informationsmaterialien zur lokalen Geschichte.

Das Bluff Fort befindet sich in 550 East Black Locust, in Bluff, Utah, und ist ganzjährig von Montag bis Samstag von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt zum Bluff Fort ist frei.

GPS-Koordinaten: 37.2834751, -109.5531396

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