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Der Bryce Canyon Nationalpark

Tausende spitz zulaufende Sandsteinsäulen, grün bewaldete Plateaus und eine markante rote Wüstenlandschaft - all diese Eigenschaften vereint der wunderschöne Bryce Canyon Nationalpark im Südwesten von Utah.

Der Bryce Canyon Nationalpark

Tausende spitz zulaufende Sandsteinsäulen, grün bewaldete Plateaus und eine markante rote Wüstenlandschaft - all diese Eigenschaften vereint der wunderschöne Bryce Canyon Nationalpark im Südwesten von Utah. Jährlich begeistert der Park mehr als zwei Millionen Besucher mit seinen atemberaubenden Landschaften. Er befindet sich auf einer Höhe von 2400 bis zu 2700 Metern und liegt damit wesentlich höher als der nahegelegene Zion Nationalpark. Benannt wurde der Bryce Canyon nach dem Mormonen-Pionier Ebenezer Bryce, der um 1875 aus Schottland in die USA auswanderte und sich im Süden Utahs niederließ.

Trotz seines Namens ist der Bryce eigentlich kein Canyon, sondern eine Ansammlung riesiger natürlicher Amphitheater am Rande des Paunsaugunt Plateaus. Diese Amphitheater setzen sich aus geologischen Sandsteinstrukturen, die „Hoodoos“ genannt werden, zusammen. Die turmartigen Gebilde wurden über etliche Jahre von Wind und Wasser geformt und finden sich in den USA häufig auf dem Colorado-Plateau und den Great Plains. Der Bryce Canyon Nationalpark gilt weltweit als die Region mit den meisten Hoodoos auf engstem Raum. Viele von ihnen wurden wegen ihrer außergewöhnlichen Form benannt. Beispielsweise der berühmte Thor’s Hammer, Queen Victoria oder The 5 Naked Guys in the Shower

Besonders empfehlenswert ist ein Besuch früh am Morgen, wenn die Sonne aufgeht oder abends im Sonnenuntergang - zu diesen Zeiten erstrahlen die Hoodoos in einem wunderschönen roten Licht. Da der Bryce Canyon höher liegt als die anderen Nationalparks, ist das Klima besonders im Sommer sehr angenehm. Die Temperaturen erreichen bis zu 30°C. Zwischendurch kann es zu Sommergewittern kommen. Zwischen November und März liegt die Höchsttemperatur tagsüber bei 0 bis 5°C, nachts kann es deutlich kälter werden. Im Winter verwandelt sich der Bryce Canyon in eine zauberhafte Schnee-Landschaft, die die roten Hoodoos wunderschön kontrastreich erstrahlen lässt.

 

Wandern im Bryce Canyon

Um die volle Pracht der ungewöhnlichen Felsformationen zu genießen, sollte man unbedingt in den Bryce Canyon hinabsteigen. Ein Park-Shuttle kann Sie dafür bequem bis zu den beliebtesten Aussichtspunkten und Wanderwegen fahren. 

Den zwei Kilometer langen Navajo Loop Trail sollte man auf keinen Fall versäumen: er bietet einen spektakulären Blick von unten auf die orangefarbenen Steinsäulen und Spitzen des Nationalparks. Der Wanderweg führt vom Sunset Point aus rund 244 Meter tief in das Amphitheater des Bryce Canyons, durch die sogenannte „Wall Street“ und vorbei an der „Silent City“. Die „Wall Street“ ist eine enge Schlucht mit hohen Wänden, die an die Architektur der weltberühmten Straße in New York erinnert. Auf der anderen Seite des Amphitheaters klettert man wieder hinauf. 

Wer sich einer besonderen Herausforderung stellen möchte, sollte den Under-the-Rim Trail wandern. Dafür ist allerdings eine Erlaubnis notwendig. Diese Wanderung beginnt am Bryce Point und erstreckt sich über 37 Kilometer bis zum Rainbow Point. Sehenswert ist auch der 12,9 Kilometer lange, anspruchsvolle Fairyland-Wanderweg. Er führt vom Fairyland Point aus mitten durch Hoodoos. Für Romantiker bietet der Park auch geführte Nachtwanderungen bei Vollmond oder Ausritte mit Pferden. 

Wer den Park lieber mit dem Auto erkunden möchte, sollte den knapp 29 Kilometer langen Scenic Drive fahren (Highway 63). Must-See Stopps: Die Sunrise-, Sunset-, Inspiration- und Bryce-Aussichtspunkte. Übrigens: Die Bristlecone Pinien (Grannenkiefern), für die der Park bekannt ist, gehören zu den ältesten Bäumen der Welt - sie können mancherorts bis zu 5000 Jahre alt werden!

 

Weitere Wanderwege: 

  • The Mossy Cave Trail (640 Meter) & Bristlecone Loop Trail (1,6 Kilometer): zwei wunderschöne, kurze Wanderungen. Ideal geeignet für Familien mit Kindern 
  • The Rim Trail (9,2 Kilometer): zwischen dem Sunset und Sunrise Point gelegen. Bietet spektakuläre Aussichten auf die Hoodoos
  • Queen’s Garden Trail (3 Kilometer): gilt als die kürzeste und leichteste Wanderung direkt in den Canyon hinein - am Ende erwartet einen ein besonderer Hoodoo: die Queen Victoria
  • Peek-a-boo Loop Trail (12 Kilometer): schwierigere Wanderung - gut kombinierbar mit dem Queen’s Garden Trail


Camping & Übernachten

Im Bryce Canyon gibt es zwei Campingplätze: den Sunset und den North Campground. Beide bieten Trinkwasser und akzeptieren Reservierungen. Das ist sehr zu empfehlen, da die Campingplätze sehr beliebt und oft ausgebucht sind. Wenn man nicht reserviert hat, sollte man früh morgens anreisen, um sich einen der begehrten Plätze zu sichern. Da der Park als “Dark Sky Park” ausgewiesen wurde, ist Camping im Bryce Canyon Nationalpark ein besonderes Erlebnis: hier ist die Luft besonders rein und kaum verschmutzt, sodass sich die Gegend wunderbar für die Sternbeobachtung eignet - perfekt für romantische Nächte unter freiem Himmel. 

Wer  lieber komfortabler übernachten möchte, findet tolle Hotels in den umliegenden Städten wie Bryce Canyon City oder Panguitch. Geheimtipp: Vom Stone Canyon Inn in Tropic hat man einen einzigartigen Panoramablick auf den Bryce Canyon. 

 

Der Bryce Canyon im Winter

Der Bryce Canyon Nationalpark ist höher als die anderen Mighty 5 Parks gelegen und verwandelt sich in den kalten Wintermonaten in der Regel in ein „Winter Wonderland“. Daher werden zahlreiche Wintersportaktivitäten angeboten, darunter zum Beispiel Schneeschuhwandern. Wer keine eigenen Schneeschuhe hat, kann sich im Besucherzentrum für eine geführte etwa zweistündige Tour anmelden. 

Auf dem Rim Trail zwischen dem Bryce und Fairyland Point kann man außerdem sehr gut Skilanglaufen, genau wie auf dem Bristlecone Loop und dem Paria Ski Loop. 



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